Schöne Fahrrouten

in und ab Friesland

Beschreibung der Fahrstrecken anhand der Wasserkarte 'Friesland'

Die einzelnen Routen sind nicht als Tagespensum gedacht. Einigee Touren bedingen Hin- und Rückfahrt, z.B. der Ausflug nach Stavoren. Man kann alle genannten Strecken(teile) an Hand der Karte beliebig kombinieren, unterbrechen, abkürzen, durch Umwege verlängern und in beiden Richtungen fahren. Ich gebe bewusst keine Fahrzeiten an, da diese von vielen individuellen Faktoren abhängen (z. B. Brücken- und Schleusenzeiten, Fahrweise, Schiffstyp, ...).

Friesland besitzt sehr viele befahrbare Wasserwege. Deshalb sind auch zahlreiche Charter-Betriebe in diesem Landesteil zu finden. Für die ersten 2 Fahr-Wochen möchte ich ganz grob einen Kreis um die Orte/Städte Lemmer im Süden, Stavoren im Westen, Leeuwarden im Norden und Heerenveen im Osten ziehen. Dazwischen liegen bekannte Orte wie Echtenerbrug, Heeg, Sloten, Sneek, Grouw, um nur einige zu nennen. In diesem Fahrgebiet sind keine Schleusen und relativ wenige bewegbare Brücken (BB-Brücken) zu passieren. Ein weiterer Vorteil ist, dass alle Brücken in Friesland inzwischen einheitliche Öffnungszeiten haben. Beachtenswerte Strömungen gibt es ebenfalls keine. Nirgends warten so viele Anlegeplätze wie hier auf Bootsfahrer. Schiffe jeder Grösse, die Charterboote eingeschlossen, gehören zum Alltag. Schnelle und laute Motorboote haben hier zum Glück keinen Platz. Für alle hier aufgeführten Routen genügt die Wasserkarte 'Friesland'. Das sind gute Gründe, im beschriebenen Gebiet mit der eigenen maritimen Karriere zu beginnen.

Hinweis: Da ich keine neue Ausgabe der Friesland-Wasserkarte besitze, kann ich nicht für alle meine Angaben garantieren. Es können jederzeit z.B. Anlegeplätze wegfallen oder neue entstehen, Kanäle oder Teile davon nur beschränkt befahrbar oder ganz gesperrt sein und sich Tiefenangaben ändern. Alle Bewertungen beziehen sich auf meine selbst durchgeführten Fahrten und Erlebnisse.

Auf der Seite Touren werden eine Reihe von durchgeführten Routen in Overijssel und in anderen Teilen von Holland erläutert.

3 Ausschnitte aus einer (älteren) Wasserkarte 'Friesland'
Sneeker Meer und Umgebung Stavoren Sneek und Ijlst
Fahrstrecken Innerhalb Friesland

Pfeil Sneeker Meer

Das Sneeker Meer mit den angrenzenden Wasserflächen Goingarijpster Poelen und Terkaplester Poelen ist ein sehr beliebtes und zentral gelegenes Fahr- und Segelrevier. Die Fahrrinne vom Prinses Margriet Kanaal (PMK) führt mitten durch. Die Insel Starteiland, mit Hafen und etlichen Anlegeplätzen, grenzt an das Sneeker Meer und den PMK. Im Sneeker Meer kann man sich gut länger aufhalten, da es einfach zu fahrende Abstecher nach allen Richtungen erlaubt.

>> Schön ist eine Runde um eine Insel auf der Terhorne steht; dabei ist auf Tonnen und die Wassertiefe zu achten. Auf dem Weg liegen 2 BB-Brücken und eine grosse Schutzschleuse des PMK mit 2 getrennten Fahrwegen. Sie steht meistens offen und wird nur bei lange anhaltenden sehr starken Westwinden geschlossen.

>> Durch den Meinesloot geht es in Richtung Akkrum mit guten Anlegestellen. Über den Noorder Oudeweg mit etlichen Anlegeplätzen kann man nach Langweer. Der Abstecher nach Joure führt durch eine schmale und immer offenstehende schöne Schleuse; doch keine Angst, die Schleuse ist bestimmt breiter als das Schiff. Joure begrüsst jeden Ankömmling mit einem Duftschwall aus einer Kaffeebohnen-Rösterei. Von den ruhigen und geschützten Liegeplätzen aus ist es nur ein kleiner Spaziergang bis ins Zentrum mit vielen Geschäften.
Pfeil Vom Sneeker Meer über den Prinses Margriet Kanaal nach Lemmer

Der stark befahrene PMK führt aus nördlicher Richtung durch das Sneeker Meer bis nach Lemmer im Süden. Am Beginn des Sneeker Meeres bei Terhorne steht die oben erwähnte PMK-Schutzschleuse. Der PMK ist mal Kanal dann führt er wieder durch breites aber flaches Wasser (Koevorder Meer und Grote Brekken), deshalb innerhalb der betonnten Fahrrinne bleiben. Auf dem PMK fährt es sich trotz den Frachtern ruhig und gut. Kreuzungen und Abzweigungen sind durch Signale eindeutig gekennzeichnet.

>> Am ersten Knotenpunkt nach dem Sneeker Meer bei etwa km71 geht es westwärts nach Sneek, dem Zentrum in diesem Gebiet. Auch bei km75 gibt es eine Zufahrt in diese Stadt.

>> An derselben Kreuzung bei km75 beginnt ein ruhiger und brückenfreier Weg über Langweerder vaart und Langweerder Wielen nach Langweer. Das kleine Langweer ist ideal zum Einkaufen, Essen, Übernachten und Bummeln.

>> Bei km73 ist man rechter Seite schnell in Uitwellingera, mit Hafen.

>> An der Abzweigung vor km78 führt der Johan Friso Kanaal westwärts nach Heeg. Statt der früheren lästigen BB-Brücke mit oft langen Wartezeiten führt dort jetzt ein Aquadukt über die Strasse.

>> Der Janeslot nach km78 ermöglicht ostwärts eine kurze Fahrt zu den Langweerder Wielen und Langweer. >> Durch den nächsten Knotenpunkt bei km86 hat man Zufahrten westwärts nach Sloten und ostwärts über den Follega Sloot ins Tjeukemeer.

>> Die letzte Abzweigung bietet eine Verbindung über Langesloot und Ee of Boomsvaart ebenfalls nach Sloten.

Kurz vor Lemmer ist die Zufahrt zur Schleuse für die 'Grossen' als Zugang zum Ijsselmeer (nicht zu empfehlen). Nach dem Passieren von mehreren BB-Brücken kann man mitten im Zentrum anlegen (nicht unbedingt am Wochenende), Bummeln, den Schiffe(r)n zuschauen, Essen, Einkaufen, Übernachten oder die (kleine) Schleuse zum Ijsselmeer betrachten. Alles ist mit wenigen Schritten zu erreichen. Die Zufahrt zur Schleuse ist etwas eng und 'krumm'.
Pfeil oben

Pfeil Vom Sneeker Meer durch Sneek und Ijlst nach Heeg

Die Abzweigung nach Sneek ist im PMK bei km71. Diese Haupteinfahrt nach Sneek ist problemlos, am Stadtrand sieht man viele Schiffe, auch grosse, vor Betrieben und in kleinen privaten Häfen. Vor der 1. Brücke (viel Autoverkehr) am Rande des Zentrums gibt es links und rechts viele Liegeplätze. Bei der etwas 'eckigen' Durchquerung von Sneek sind 3 BB-Brücken zu passieren, wobei bei der Einfahrt jeweils für die ganze Durchquerung kassiert wird. Mit etwas Sorgfalt und Geduld ist die Durchfahrt kein Problem.

Nur durchfahren wäre dieser schönen Stadt aber keinesfalls angemessen. Mein Lieblingsplatz ist die Stadtgracht, gleich nach der 1. Brücke. Dort liegt das Schiff ruhig und direkt am Zentrum. Hier kann man gut einkaufen, essen und bummeln. Zu empfehlen ist ein Spaziergang an der Gracht entlang bis zur 3. Brücke. Man hat dann den weiteren Fahrweg geshen und kann sich am Wahrzeichen von Sneek erfreuen. Nach der Brücke sind auch noch einige gute Liegeplätze.

Die Doppel-BB-Brücke über eine Schnellstrasse, bei der man früher bei starkem Autoverkehr mit einigen Minuten Wartezeit rechnen musste ist verschwunden. Dafür geht die Fahrt über ein Aquadukt und Ijlst ist bald in Sicht. Hier kurvt man durch eine BB-Brücke, die direkt am 'Kanaleck' steht. Aber keine Angst, da kommen sogar ziemlich grosse Rundfahrtschiffe durch, wie ich schon verwundert feststellen konnte. Liegeplätze gibt es nach der Brücke, falls man nicht von solch einem 'Dampfer' vertrieben wird. Bis Heeg geht die Fahrt über das stille Wasser Wijde Wijmerts und durch eine BB-Brücke. Heeg ist ein sehr bekanntes Segelzentrum mit mehreren Häfen.

>> An der Kreuzung vor Heeg nach der BB-Brücke ist wegen des Verkehrs grosse Vorsicht geboten. Manche haben es sehr eilig, möglichst schnell an Heeg vorbei über Stavoren ins Ijsselmeer oder von dort nach Hause zu kommen. Ab hier führt ein kurzer Weg direkt nach Woudsend oder über den Johan Friso Kannal zum PMK.
Pfeil oben

Pfeil Von Heeg durch Woudsend und Sloten zum Prinses Margriet Kanaal

Den kleinen Ort Woudsend mit einer grossen schönen Windmühle erreicht man schnell über den Woudsender Rakken. Anlegen ist vor und nach der BB-Brücke möglich. Das folgende flache Sloter Meer stellt kein Problem dar, sofern bei starkem Wind keine höheren Wellen vorherrschen.

Danach ist man gleich in Sloten, der (klitze)kleinsten Stadt von Friesland oder ganz Holland. Den hässlichen 'Riesenklotz' an der 'Vorderfront' muss man sich eben wegdenken. Ein paar Anlegeplätze gibt es vor und nach der BB-Brücke nebst einem Hafen danach. Das Städtlein reizt zu einem kurzen Bummel mit Kaffeepause. Zu sehen ist neben der Stadtgracht eine grosse alte Windmühle samt Kanone. Weiter über das Slotergat und die Kromme Ee erreicht man von Sloten aus sehr einfach den PMK.

>> Überquert man hier den PMK, kommt man durch's Follega Sloot und eine BB-Brücke bei Follega schnell in's Tjeukemeer.
Pfeil Von Heeg nach Stavoren am Ijsselmeer

Empfehlenswert ist diese lange aber einfache Fahrt bei gutem Wetter und wenig Wind von Heeg aus über die betonnten Wasserflächen Heger Meer, Fluessen, Oorden und Morra nach Stavoren, das direkt am Ijsselmeer liegt. Auf dem Weg gibt es nur 2 BB-Brücken. Anlegeplätze sind an den beiden Inseln im Bereich Fluessen und in einigen Häfen vor Stavoren. Die gesamte Strecke stellt den grössten Teil vom 'Johan Friso Kanaal' dar. Eine Schleuse vor Stavoren erlaubt den Zugang in´s Ijsselmeer. Zu Beginn und Ende eines schönen Wochenendes ist bei der Schleuse viel Betrieb. Das Meer ist ziemlich flach und es können bei Wind grosse Wellen entstehen.

Fährt man ganz kurz vor der Schleuse rechts weiter, ist man schon bei den Liegeplätzen am Dorfbeginn. In Stavoren kann man sehr gut einkaufen, essen und auf dem Damm spazierengehen sowie am Aussenhafen die grossen Plattboden-Segelschiffe und kleineren Ijsselsee-Segler betrachten oder die alte (noch funktionsfähige) Schleuse begutachten.
Pfeil Vom Sneeker Meer über PMK oder Akkrum nach Irnsum und Grouw zum Naturchutzgebiet 'Princenhof'

Entweder fährt man direkt auf dem PMK oder als netter Umweg durch den Meinesloot und nach der BB-Brücke vor Akkrum linker Seite über die Kromme Knillis zu der PMK-Kreuzung bei km63. Hier lohnt sich ein Abstecher nach Irnsum, das voll von Häfen und Schiffen ist. Mit Einkaufen und Bummeln ist es in Irnsum leider nicht sehr weit her. Am Ende des Dorfes ist linker Hand ein gepflegter Campingplatz, dessen Anlegesteg zu empfehlen ist.

Ab der PMK-Kreuzung bei Irnsum ist es nicht weit bis Grouw, einem rührigen Städtchen am Wasser, gut zum Einkaufen und Bummeln. Das Ufer ist vollgepackt mit Schiffen und kleinen Betrieben. Zum Anlegen bleiben in erster Linie die Stege an der Kanalseite. Eine Übernachtung kann ich hier nur eingeschränkt empfehlen, da durch die auch nachts fahrenden Frachter das Wasser eventuell etwas unruhig ist. Bei der Suche nach einem Anlegeplatz an der 'inneren' Stadtseite unternimmt man gleichzeitig eine Stadtbesichtigung vom Wasser aus.

Von Grouw aus hat man freie Auswahl bis zum Princenhof. Im ersten Fall geht die Fahrt ein weiters Stück auf dem PMK, dann rechts durch den Driehuister sloot bis zur Insel Rengerspolle. Sie ist ganz ideal zum Übernachten, weil viele neue Anlegestege installiert wurden und man von da aus per Folkertsloot oder Geeuw gleich im Princenhof ist. Bei der zweiten Möglichkeit nimmt man den Weg über die Segelreviere Pik Meer, Wijde of Peanster Ee und Sijtebuurster Ee. Hier gibt es wieder 2 Möglichkeiten zum Princenhof zu kommen, linker Hand durch Graft bis Rengerspolle oder rechter Hand durch die Kromme Ee, Grietmansrak, BB-Brücke und den Hoidamsloot.

An den gelb und rot schraffierten Wasserflächen erkennt man das Naturschutzgebiet. An Anlegestellen und Fahrmöglichkeiten, auch sehr enge mit Mut zum Risiko, fehlt es nicht. Die Wassertiefen sind sehr unterschiedlich und oft knapp. Eernewoude ist ein kleines, aber sehr rühriges Dorf mit Häfen, ruhig und gut geeignet zum Einkauf und einem Bummel. Wer einen besonderen Durst verspürt, lässt sich per Mini-Fähre zum nahen Hotel mit Bar übersetzen oder legt gleich an einem Hotel direkt am Hoidamsloot an.

>> Ob sich ein Abstecher nach Oudega oder Drachten lohnt oder nicht, muss man vor Ort selbst entscheiden. Die Fahrt ist kurz und völlig problemlos.
Pfeil oben

Pfeil Vom Princenhof nach Leeuwarden

Das erste Stück der Route führt entweder über Wartena mit einer etwas engen und unübersichtlichen Durchfahrt einschliesslich BB-Brücke oder erst ein Stück auf dem PMK zum Harinxma Kanaal. Er ist wenig befahren und nicht besonders interessant. Die Einfahrt nach Leeuwarden ist erst nach km24. Die lange und interessante Einfahrt bremsen einige BB-Brücken, kombiniert mit Engstellen an Brücken. Hat man alles hinter sich, ist man auch schon am Stadtpark (siehe Stadtpark Leeuwarden). Dort ist das Schiff unter/neben hohen Bäumen wunderbar aufgehoben. Die Liegeplätze sind ruhig und ins Zentrum mit Gracht ist es auch nicht weit. Ein gut angezogener Herr im Mantel wollte uns bei feuchtem Wetter hier mal beim Anlegen helfen. Dabei rutschte er aus und lag im nassen und nicht ganz sauberen Gras (Dreck). Sein Kommentar: Macht nichts, ich habe auch ein Boot.
Pfeil Vom Tjeukemeer über Echtenerbrug und Heerenveen nach Akkrum

Das flache Tjeukemeer hat mehrere betonnte Fahrrinnen, die man nur als Kenner verlassen sollte. Unter Wasser liegende Steine sind durch Warnbojen gekennzeichnet. Bei stärkerem Westwind kann das Wasser ziemlich 'kabbelig' werden. Echtenerbrug eignet sich sehr gut zum Einkaufen im nahen Supermarkt und zum Übernachten. Am Tag ist rund um die BB-Brücke immer Betrieb, da der einzige Wasserweg von Friesland nach Overijssel hier durch den Ort führt.

Nach der Durchfahrt von Echtenerbrug (BB-Brug) Richtung Süden biegt man am Ende vom kurzen Pier Christiaansloot links ab und fährt auf dem ruhigen Kuinder of Tjonger mit einigen Anlegestellen bis zur Einfahrt in die Engelen vaart, kurz nach der Hochspannungsleitung. Dieses kleine Kanalstück mit vielen ruhigen und naturbelassenen Anlegeplätzen und 2 BB-Brücken führt nordwärts links an Heerenveen vorbei. Ein ganzes Stück später wird das Wasser breiter und tiefer und es geht an der Eisenbahnlinie entlang. Am Ende muss man sich im Het Deel entweder nach links für das Sneeker Meer bzw. PMK oder nach rechts für Akkrum entscheiden. Die ganze Route ist etwas abseits anderer 'Rennstrecken', aber trotz einiger BB-Brücken völlig problemlos zu befahren, bietet einige Anlegeplätze und landschaftliche Abwechslung.
Pfeil Eine besondere 'Runde' für Mutige und Individualisten

Ganz Erlebnishungrige können bei der vorherigen Fahrt eine zusätzlich Runde einbauen. Man kann dazu vom Het Deel durch die ferngesteuerte Eisenbahnbrücke Deelsebrug über Monnikerak, Buitenringvaart, Stroomkanaal, Nieuwe Diep, Oldeboorn (mit fester Brücke!) bis Nes fahren. Dort entscheidet man sich entweder für Akkrum samt Eisenbahnbrücke oder die Zijlroede. Über letzteren Weg kommt man einfach nach Grouw oder andere Fahrwege zum Princenhof.

>> Zur Abrundung und näheren Erläuterung hier ein paar persönliche Erlebnisse. Diese sollen jedoch keinesfalls abschrecken sondern ganz im Gegenteil animieren. Der letzte Anlauf, über die Nieuwe Vaart endlich mal nach Gorredijk zu kommen, schlug fehl, weil ich ein grosses Schild für Kanalarbeiten nicht beachtet hatte, das eine Sperre anzeigte. So waren wir am Ende zwischen 2 Brücken eingeschlossen und erst nach einer unfreiwilligen Nacht an einer Kuhweide konnten wir durch glückliche Umstände dem 'Gefängnis' entkommen. Bei der Rückfahrt musste ich vor der festen Brücke in Oldeboorn mit viel Aufwand das Verdeck abmontieren (war eingeplant). Die nachfolgenden 3 kleinen Drehbrück(ch)en trugen wieder zur Erheiterung bei. Da ich das Preisschild falsch las, schickte ich eines der Zuschauerkinder zum Geldwechseln fort. Beim Trinkgeld wollten dann alle anderen auch beteilig werden. Der sehr freundliche 'Brückendreher' bleibt mir ebenfalls in guter Erinnerung. Bei meiner ersten Durchfahrt bewunderten 3 Senioren, deren Füsse an der Kanalmauer baumelten, die Künste meiner Steuerfrau. Nun Augen zu und nichts wie los nach und durch Oldeboorn.
Pfeil oben

Weitere Strecken in und ab Friesland

Pfeil Von Ijlst nach Bolsward, Tjerkwerd, Parrega und über das Grote Gaastmeer ins Heeger Meer

Diese wenig befahrene Strecke macht prinzipiell keine Schwierigkeiten. Es stehen zwei Eisenbahnbrücken 'im Weg'. Auf die Wassertiefen achten!

>> Nach Tjerkwerd könnte man noch ostwärts nach Makkum fahren und/oder vor der nächsten Eisenbahnbrücke nach Workum.

Pfeil Von Leeuwarden über den Harinxma Kanaal nach Franeker und Harlingen

Der grosse, aber nicht besonders interessante Kanal macht keine Schwierigkeiten. Franeker und Harlingen sind schöne Orte, die Liegeplatzsuche eventuell weniger. Allerdings sind meine Besuche schon lange her. In Harlingen machte ich damals in einem kleineren Hafen direkt links vor der grossen Schleuse fest.

Pfeil Von Grouw über den Prinses Margriet und Van Starkenborgh Kanaal nach Groningen

Für diese und die nächste Fahrt benötigt man die Waterkaart 'Groningen'. Auf dem Weg nach Groningen gibt es etliche Schleusen und Brücken zu durchfahren. Ich wählte vor längerer Zeit die grossee Rechtsschleife um Groningen herum und die Einfahrt von Osten.

Pfeil Vom Van Starkenborgh Kanaal vor Groningen links ab über das Reitdiep nach Zoutkamp und ins Lauwersmeer, dann zurück über Dokkum nach Leeuwarden

Diesen grossen und etwas mühsamen Umweg müssen alle Segelschiffe mit stehendem Mast aus Richtung Groningen nehmen um nach Süden zu kommen. Bis Zoutkamp ist die Fahrt einfach, ausgenommen, man kommt nicht zu nahe ans Ufer. In Zoutkamp kann man vor oder nach der Schleuse liegen, die weiteren Häfen sind in Oostmahorn und Lauwersoog. Im etwas unübersichtlichen Naturgebiet Lauwersmeer muss man gut Ausschau halten nach den Seezeichen.

Auf der Höhe Ezumazul ist die Abzweigung ins Dokkumerdiep, das südwärts weiterführt bis zur Schleuse vor Engwierum. Von dort kommt man westwärts weiter über das Dokkumer Grootdiep bis Dokkum, das einen Halt verdient. Auf der Dokkumer Ee geht es dann ohne Probleme weiter bis Leeuwarden. Dort wartet schon der schöne Stadtpark.

Pfeil oben